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28.01.2013

 

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Arbeitsplatzabbau in der Service Stern Nord ?
Werden in Lübeck und Kiel über 1000 Arbeitsplätze Opfer von Zukunftsvisionen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2013 hat gerade erst begonnen und schon gibt es sehr beunruhigende Nachrichten!

 

Mit ihrer Neujahrsansprache hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger in Deutschland schon auf härtere Zeiten für das Jahr 2013 eingestimmt. Das wirtschaftliche Umfeld werde "nächstes Jahr nicht einfacher, sondern schwieriger".

 

Schon mit seiner Herbstumfrage unter 2300 Firmen hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (DIW) 2012 herausgefunden, das im Jahr 2013 etwa 28 Prozent der deutschen Unternehmen Arbeitsplätze abbauen wollen.

 

Schlag auf Schlag meldeten im Januar 2013 zahlreiche Firmen ihren Personalabbau. So will Siemens 1100 Stellen, Air Berlin 930 Stellen, Lufthansa Technik 650 Stellen und die Commerzbank 6000 Stellen abbauen. Bei Opel in Bochum soll sogar bis Ende 2014 ein ganzes Werk mit bis zu 3000 Stellen geschlossen werden. Dieser Personalabbau scheint erst der Anfang zu sein.

 

Nun blasen die verantwortlichen Gremien des UKSH ins gleiche Horn!

 

Im UKSH an den Standorten Lübeck und Kiel ist das Projekt - UKSH der Zukunft – mit dem Beschluss des Aufsichtsrates vom 14.01.2013 in die zweite Runde gegangen. Am 29. Februar 2012 hatte die Landesregierung den Startschuss für die Einleitung eines Vergabeverfahrens an einen privaten Investor im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) gegeben.

 

Die Investoren sollen die Gebäude für die Krankenversorgung übernehmen, sanieren, für 25 Jahre betreiben und an das UKSH verpachten. Die Investitionen sollen 2014 beginnen und zeitlich abgestimmt mit der Sanierung der Gebäude für Krankenversorgung laufen. Im ÖPP-Verfahren werden, je Campus, Neubauten in der Größe von 17.000 bis 18.000 Quadratmeter Nutzfläche, zuzüglich 4000 bis 6000 Quadratmeter Umbau bestehender Gebäude, sowie weitere Sanierungsmaßnahmen verhandelt und geplant werden.

 

Was bedeutet diese Nachricht für die Beschäftigten der Service Stern Nord GmbH, einer Tochtergesellschaft des UKSH? Haben wir eine Zukunft?

 

Nachdem im Jahre 2010 ein Anteil von 49% an der Service Stern Nord GmbH (vormals UK-SH Service Gesellschaft mbH) an das Konsortium VZS übertragen wurden, hat sich die wirtschaftliche Situation im UKSH auf keinen Fall verbessert, im Gegenteil!


Die blumigen Versprechungen der Investoren haben sich als Luftschlösser erwiesen. Den selbsternannten Reformern der freien Wirtschaft fiel am Ende nichts anderes ein, als Personal abzubauen.

 

Die Folge:

Aufgrund von fehlendem Personal kam es zu erheblichen Arbeitsverdichtungen und zu großen Qualitätsverlusten. Bei diesem wirtschaftlichen Abenteuer waren es die Beschäftigten, die die ganze Last dieses Anteilverkaufes zu tragen hatten.

Nun hat sich das UKSH dazu entschlossen, ein neues wirtschaftliches Wagnis einzugehen. Wer die Leidtragenden hierbei sind ist schon jetzt zu erkennen, es werden die Beschäftigten der Service Stern Nord GmbH sein.

Wenn die Investoren die vorhandenen Gebäude für die Krankenversorgung übernehmen, werden sie es mit ihrem eigenen Personal betreiben. Diese Erkenntnis ergibt sich aus anderen ÖPP-Großprojekten.

 

Das hat zur Folge, dass etwa 800 Mitarbeiter aus der Reinigung und ca. 200 Mitarbeiter aus anderen Bereichen ab 2014 ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

 

Ob sich dieser Arbeitsplatzabbau noch ausweiten wird und weitere Bereiche davon betroffen werden, wird man erst nach Beendigung des Bieterverfahrens feststellen können.

 

Auf den Betriebsversammlungen am 11.01.2013 hatte der Geschäftsführer der Service Stern Nord GmbH, Herr Peter Pansegrau, den Beschäftigten noch versichert, dass sich an den Arbeitsplätzen durch das ÖPP-Projekt nichts ändern wird. An dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand berechtigte Zweifel.

 

Ist das der Dank für die jahrelange Treue zum Unternehmen und der hervorragenden Arbeitsleistung der Beschäftigten? Hat man im UKSH vergessen, dass nur die Beschäftigten das wertvollste Kapital im Unternehmen waren und sind? Sind wieder einmal nur die Beschäftigen die Dummen, über deren Köpfe solche wirtschaftlichen Abenteuer ausgetragen werden?

 

Die GDS wird bei diesen Vorgängen nicht tatenlos zuschauen!

 

Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen und das Bieterverfahren mit Aktionen wie Demonstrationen und gegebenenfalls auch mit Warnstreiks begleiten, um für die Interessen der Beschäftigten einzutreten!

 

Wir haben genug von dem unsinnigen Privatisierungswahn!

 

Schluss mit Experimenten auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen der Service Stern Nord GmbH!


Finger weg von unseren Arbeitsplätzen !

Kollegen bei der Arbeit

Webcam Lübeck

UK S-H Campus Lübeck

Webcam Kiel

Kiel-Schilksee