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Haben wir das so gewollt?

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07.03.2013

 

 amazon Am 13.02.2013 strahlte die ARD eine schockierende Reportage über die Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter beim Versandhändler Amazon aus.

Bereits am 18.10.2012 berichtete faz.net über die zum Teil fehlenden Betriebsräte beim tariflich nicht gebundenen Unternehmen Amazon in Deutschland.


In diesem Bericht kann man lesen, dass Amazon bereits die Rechte der eigenen festangestellten Mitarbeiter missachtet, so werden z.B. Überstunden und Wochenendarbeit viel zu kurzfristig angeordnet.

Des Weiteren zahlt Amazon einem Teil seiner Mitarbeiter einen Lohn von gerade mal 9,83 €. Das sind genau 2,45 € unter dem für die Logistikbranche geltenden Tarifvertrag, obwohl das Unternehmen selbst darstellt, dass es sich an dem Tarifvertrag dieser Branche orientiert.


Es erstaunt natürlich nicht, dass Einige die Gunst der Stunde nutzen und unter viel Gepolter und Getöse, z.T. auch unter der Gürtellinie, Stimmung machen und auf diese Weise Mitglieder fangen wollen, denn das eigene Image ist ja mittlerweile auch sehr ramponiert, auch wenn dies bei den Bossen noch nicht angekommen ist.


Man fragt sich nur, warum das Geschrei erst jetzt so groß ist, nachdem die Ver.di schon lange von den Zuständen in den Logistikzentren der Amazon Deutschland GmbH wusste?!


Ungeachtet dessen gibt es an den acht Amazon-Standorten in Deutschland bereits zwei mit Betriebsräten. An einem dritten Standort wird gerade die Wahl eines BR vorbereitet. Man kann nur hoffen, dass es faire und ordentliche Wahlen gab und geben wird und diese nicht von großen gewerkschaftlichen Organisationen torpediert werden, weil ihre eigenen Kandidaten nicht genug Stimmen erhalten haben und außerdem, dass die Kandidaten keine Marionetten des Unternehmens sind.


Der Geschäftsführer Ralf Kleber erteilte Ver.di mittlerweile bereits eine Absage für Tarifverhandlungen. Darüber berichtet Heise.de bereits Ende Februar.


Man kann auch lesen, dass Amazon die Zusammenarbeit mit der in die Kritik geratene Sicherheitsfirma H.E.S.S. plötzlich ganz schnell beendete. Ebenso wie sich das Unternehmen von der Firma trennte, die für die Unterbringung der Leiharbeiter zuständig waren.

 

Uns ist unverständlich, warum es eigentlich erst soweit kommen musste? Amazon hat ja, wie jeder Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht, auch für seine Leiharbeitskräfte oder mißt dieses Unternehmen doch mit zweierlei Maß???


Nun sollte sich jeder von uns einmal die Frage stellen, ob er weiterhin bei Amazon einkauft? Wollen wir nicht immer nur billig einkaufen? Ist uns das Drumherum nicht eigentlich egal?


Beachtet dazu bitte unsere aktuelle Umfrage.

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