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DER EHRLICHE IST DER DUMME! ODER IN DIESER FINANZ-WELT ZÄHLT KAUM EIN GESETZ UND MORAL SCHON GAR NICHT.

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02.05.2016

 

mailbox-1165407 640 Seit Jahren sagen Politiker der globalen Steuerhinterziehung den Kampf an. Doch nur zum Schein, denn die Panama Papers zeigen erneut: Veränderungen gibt es gar nicht oder nur - ganz bewußt - sehr schleppend. Wir wollen klarstellen: Briefkastenfirmen sind nicht illegal, aber sehr fragwürdig!

 

Sicher ist, in demokratischen Gesellschaft sollte jedermann seine Bankkonten dort führen, wo er möchte. Aber: Warum gründet man eine Briefkastenfirma in Panama? Weil man nicht will, dass jemand weiß, dass man sehr vermögend ist und im besten Fall noch damit Steuern sparen will?

 

Nun, warum will ein isländischer Regierungschef oder ein hoher irakischer Politiker oder ein FIFA-Funktionär nicht, dass andere Menschen wissen, dass sie über große Vermögen verfügen? Weil dann die Frage aufkommt, wo dieses Geld herstammt. Seine regulären Einkünfte dürfte der isländische Premier sicher in Island versteuern. Wofür also benötigt er ein anonymes Bankkonto? Wie gesagt, das Konto in Panama an sich ist nicht illegal, aber was ist mit dem Geld darauf? Woher stammt es? Wo und womit wurde es verdient? Warum will der Besitzer es verstecken?

 

Laut Recherche finden sich „eine Fülle (tausende) von interessanten Namen“ aus Deutschland in den Papieren. Komisch, dass diese in den Medien verschwiegen werden! Was interessiert uns, wie irgendein ausländischer Mächtiger sein Geld anlegt?

 

Der eigentliche Skandal aber: Der Vize-Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs (CDU), warnte vor einer voreiligen „Skandalisierung“. Es sei „nicht illegal, Firmen im Ausland zu gründen oder Geld ins Ausland zu transferieren“, hieß es in einer Mitteilung. Das ist eine Kriegserklärung der CDU/CSU an alle Steuerzahler! Die CDU warnt also vor Skandalisierung“ von legalem Verhalten.

 

Wie? Was? Man verhält sich also legal, wenn man sein Geld in Steuerhinterziehungs- oder Steuerverschleierungsoasen versteckt? Der Sinn jeder Briefkastenfirma ist das Verschleiern der Besitzverhältnisse. Ob es „nur“ um Steuerhinterziehung geht oder um Geldwäsche geht, ist eigentlich zweitrangig. Das sollte einfach prinzipiell strafbar sein. Aber leider sind, wie aktuell wieder sehr deutlich zu sehen, auch Politiker an diesem Konstrukt interessiert.

 

Zusammenfassung: Unsere Politiker sollten angesichts dieser Veröffentlichungen mal schön den Ball flach halten. Dass Steuerhinterziehung strafbar ist, wissen wir und das ist ja wohl das Normalste auf der Welt. Aber was man als genauso verwerflich empfindet, ist die tägliche Steuerverschwendung in diesem Land. Nur seltsam, dass man da nie etwas von der Politik hört. Es ist vollkommen egal, ob jemand hinterzieht oder verschwendet, das Ergebnis ist das Gleiche. Das Geld des Steuerzahlers ist weg!

Vielleicht ist die Frage erlaubt: Warum regen sich denn jetzt alle so auf?


Der Gesetzgeber kann schlecht dementieren, nichts von dieser Anwaltskanzlei gewusst zu haben. Jedenfalls wurde und wird vermutlich nichts gegen diesen Verrat an der sozialen Gemeinschaft unternommen und das ist auch ein Skandal! Es wird (ganz bewußt) geduldet, von unseren Volksvertretern!

 

Und wie kann es sein, dass Banken und ihre Mitarbeiter in Deutschland straffrei diese Möglichkeiten anbieten können und daran auch noch verdienen? Auch nicht zu vergessen, das Thema beinhaltet nur „eine“ Kanzlei, es gibt diese aber sicherlich zu Hauf. Zum Beispiel ist einer der größten Briefkasten-Anbieter Amsterdam, geduldet von der EU. Aber die einzige wirkliche Überraschung in diesem Zusammenhang ist, dass Viele überrascht sind (oder vielmehr so tun).

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